
10. Juni / 19:30
Mystik und Klang - Japans Ritualmusik
An der Schwelle zwischen Japans mysteriöser Musik - Kagura-uta - und Neukompositionen, die auf Gagaku Instrumenten erklingen, bietet dieses Konzert eine meditative Auseinandersetzung mit archaischen Klängen von damals und jetzt. Japanische Mundorgel (Shō), eine Art japanische Oboe (Hichiriki), japanischer Gesang und eine japanische Harfe (Kugo) interpretieren abwechselnd Gesänge aus dem 8. Jahrhundert und Neukompositionen, die die Mystik und Tradition dieser Instrumente in den Kontext des 21. Jahrhunderts setzen. Besonders erwähnenswert ist das Instrument der Kugo. Extra angefertigt für das Shirabe Festival 2026, ist sie eine Replik aus dem 8. Jahrhundert und wird erstmals in Österreich zu hören sein.
Was sind Kagura-uta?
Kagura-uta sind rituelle Gesänge des japanischen Shintō, die ursprünglich im Rahmen von Kagura-Tanzzeremonien in Schreinen aufgeführt wurden. Sie dienen der Einladung und Verehrung der Gottheiten (kami) und verbinden Musik, Gesang und Bewegung zu einer spirituellen Darbietung.
Musikalisch zeichnen sich Kagura-uta durch eine klare, oft schwebende Melodieführung und eine enge Verbindung von Stimme, Rhythmus und ritueller Geste aus. Begleitet werden sie traditionell von einem Blas- und einem Saiteninstrument.
Als Teil der höfischen und religiösen Musiktradition Japans stehen sie an der Schnittstelle zwischen sakralem Ritual und musikalischer Kunstform.
Tokyo International Gagaku Orchestra(TIGO)
Kanisasare Ayako (Shō - japanische Mundorgel)
Kunimoto Yoshie (Hichiriki - eine Art japanische Oboe))
Koketsu Takuya (Kagura-uta - japanischer Gesang)
Sophie Steiner (Kugo - japanische Harfe)
Julián Ferreira (Komposition)
freier Eintritt
Alte Schmiede
Schönlaterngasse 9, 1010 Wien




